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Übersicht Kleinbasler Altstadt

Vor allem in den ersten beiden Jahrzehnten hat die Strecke durch die Kleinbasler Altstadt markante Änderungen erfahren. Die folgenden Skizzen erklären den Streckenverlauf von der Mittleren Brücke bis zum ehemaligen Badischen Bahnhof (heute Messeplatz) von 1895 bis heute:

                 

1895 wurde die erste Tramstrecke zwischen dem alten Badischen Bahnhof am Riehenring und dem Centralbahnhof eröffnet. Vor dem Badischen Bahnhof endete die Strecke stumpf mit einem Abstellgleis, und gelangte dann doppelspurig via Clarastrasse zum Claraplatz. Der Claragraben, wo einst die Stadtmauer stand, markiert die Grenze zur Altstadt. Die Greifengasse war damals eng und durch mittelalterliche Bausubstanz geprägt, das Tramtrasse wegen der Enge der Gasse einspurig. Beim Claraplatz zweigte das Dienstgleis zur ersten Tramwerkstätte am Claragraben und zur Remise an der Hammerstrasse ab. Dieses erste Tramdepot (bis heute erhalten als kantonale Eichstätte) wurde mit der Eröffnung des Depots Allschwilerstrasse stillgelegt, die Zufahrt blieb aber noch während vieler Jahre als Abstellgleis erhalten. 1897 wurde das Streckennetz erstmals erweitert: Vom Badischen Bahnhof aus führte die eine Neubaustrecke zur Wettsteinbrücke und weiter zum Centralbahnhof, vom Claraplatz eine andere nach Kleinhüningen. Am Claraplatz war die Einmündung in die Greifengasse zu eng, deshalb wurde die Kleinhüninger Strecke nur mir einem Verbindungsgleis Richtung Clarastrasse mit der Stammstrecke verbunden. Dadurch konnte die Kleinhüninger Linie während Jahren den Claraplatz nur mit einer Spitzkehre passieren und deshalb keine Anhänger mitführen. 1908 wurde die Tramstrecke von der Isteinerstrasse hinter dem Badischen Bahnhof nach Riehen eröffnet. Zuvor wurde ein Dienstgleis erstellt, das die Geleise der Badischen Bahn kreuzte und die Riehener Strecke mit dem Stadtnetz verband. 1913 wurde der neue Badische Bahnhof an der Schwarzwaldallee eröffnet. Die alten Geleise der Badischen Bahn wurden unverzüglich entfernt und eine Tramstrecke via Rosentalstrasse gebaut. Damit konnte die erste Riehener Strecke durch die Riehenstrasse abgebrochen werden, gleich wie die Geleise vor dem alten Badischen Bahnhof.

                 

1919 wurde die Rosentalschlaufe in Betrieb genommen. 1920 begann man, fast alle mittelalterlichen Häuser an der Greifengasse abzubrechen und die Strasse zu verbreitern. 1921 konnte der Gleisbogen von der Unteren Rebgasse in dei Greifengasse erstellt und die Kleinhüninger Linie direkt ans Stadtnetz angeschlossen werden. Im gleichen Jahr wurde der untere Teil der Greifengasse doppelspurig, während der obere Teil, von der Utengasse bis kurz vor dem Claraplatz, mit einer Gleisverschlingung versehen wurde. 1929 war die Verbreiterung der Greifengasse abgeschlossen und das Tramtrasse durchgehend doppelspurig. 1934 erreichte die neu gebaute Tramstrecke über die Dreirosenbrücke vom Riehenring her die Mustermesse. In den nächsten Jahrzehnten erfuhr das Streckennetz im besprochenen Abschnitt kaum mehr Veränderungen: Das Abstellgleis im Claragraben verschwand anfangs der Fünfzigerjahre vollständig und die Rosentalschlaufe wurde in den Sechziger- und Siebzigerjahren ausgebaut. 2001 erfuhr der Messeplatz grundlegende Änderungen: die Tramkreuzung erhielt Verzweigungsmöglichkeiten in alle Richtungen und die Rosentalschlaufe verschwand.

 


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