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Rollmaterial:                     


BEB: Motorwagen Ce 2/2: 5-6

1905 erhielt die Birseckbahn zu ihren bereits vorhandenen vier Motorwagen zwei weitere dazu (Ce 2/2 Nr. 5 und 6). Diese beiden neuen Motorwagen waren baugleich mit vier weiteren Motorwagen, die 1905 auch an die Basler Strassenbahnen geliefert wurden (Ce 2/2 101-104) und entsprachen einem neuen Schweizer Standardtyp der SWS (die ursprünglich ebenfalls flachen Fronten wurden bei den BStB-Wagen später durch gewölbte ersetzt).

Wie die Ce 2/2 1-4 trugen auch die beiden neuen Motorwagen ursprünglich einen gelben Anstrich, der aber um 1907 von den BStB durch einen grünen ersetzt wurde. Ab etwa 1927 wurde wieder der gelbe Anstrich der Birseckbahn aufgetragen. In den ersten Jahren des Bestehens wurde die Linie ins Birseck von der BStB betrieben, welche zusätzlich auch eigene Fahrzeuge mit der Liniennummer 10 verwendete. Die beiden BEB-Motorwagen haben sich im steigungs- und kurvenreichen Überlandbereich nicht besonders bewährt, weshalb keine weiteren Motorwagen dieses Typs nachbestellt wurden. Als erster wurde der Ce 2/2 Nr. 6 bereits 1944 aus dem Verkehr genommen und der Wagenkasten für den Neubau des Ce 2/3 Nr. 3‘‘ verwendet. Das ursprüngliche, zweiachsige Untergestell wurde zwar aufbewahrt, fand aber schliesslich keine Verwendung und wurde 1970 abgebrochen. Der Ce 2/2 Nr. 5 war nach 1944 der einzige verbliebene Zweiachs-Motorwagen der BEB. Er wurde danach fast nur noch für Dienstfahrten verwendet, erhielt seine Bezeichnung Xe2/2 112 und einen roten Dienstwagenanstrich aber erst 1964. Der Motorwagen ist heute noch immer in fahrtüchtigem Zustand vorhanden und steht als deklariertes historisches Fahrzeug im Besitz der Baselland Transport AG (BLT).

Technische Daten

Baujahr1905
ErbauerSchweizerische Wagonfabrik Schlieren (SWS)
Elektrische AusrüstungElektrizitäts-Gesellschaft Alioth, Münchenstein
Motoren2 x 25 PS (später 2 x 43 PS)
Bremsenelektrische Widerstandsbremse, Handbremse (entgegen anderslautender Angaben in der Literatur ist anzunehmen, dass keine Luftbremse vorhanden ist).
Radstand2.500 m
Raddurchmesser800 mm
Tara-Gewicht10.5 t
Länge über Kupplung8.000 m
Breite2.000 m
max. feste Höhe3.400 m
V max.35 km/h
Fassungsvermögen34: 18 Sitz- und 16 Stehplätze
spätere Änderungen1906-1907: Verbesserung der Heizung
1912: Einbau Tachometer
1914: Neue Motoren und neue Widerstände
ca. 1916: neues Kupplungssystem (wie BStB)
1917-1920: Stirnwandtüren, 2 Frontlampen, Dachrutenkupplung System StStZ
1926-1928: gelber Anstrich mit grauen Streifen
1935 Pantograf.

Typenskizze


Skizze des Ce 2/2 5 (1905) der Birseckbahn. Der Motorwagen ist heute als Xe2/2 112 noch im Originalzustand von ca. 1935 vorhanden.

Rollmaterial-Geschichte

Nr.InbetriebAbbruchAbbildungsnachweis und Bemerkungen
509.1905vorhandenCJ69: Bild 257 (als Xe2/2 112), Bild 259 (1956), Bild 260 (1955), Bild 294 (als Xe2/2 112, 1967).
1.1.1964: Xe2/2 112, neuer roter Anstrich, Halterung für Schneepflug. 23.12.1964: Einbau MFO-Kontroller nach Unfallschaden. 1987 als historisches Fahrzeug deklariert. Bis 2006 im Depot Aesch, danach an Bahnmuseum Kerzers abgegeben.
609.1905(1941)CJ69: Bild 261 (1905), HS87: 159 (1912).
1941 wurde der Wagenkasten verwendet zum Bau des Ce 2/3 Nr. 3‘‘, das Untergestell wurde zunächst remisiert (aber nie verwendet) und später abgebrochen.

Bilder

Dieser herrliche Aufnahme aus der Sammlung W.Liechti ist bereits bei Jeanmaire (1969: Bild 260) abgebildet und zeigt den Ce 2/2 Nr. 5 beim Depot Arlesheim im Zustand von etwa 1935 bis anfangs 1964.

Der Ce 2/2 Nr. 5 solo im April 1963 bei der SBB-Unterführung Dornach/Arlesheim. Bemerkenswerterweise trägt das Fahrzeug bereits zu diesem Zeitpunkt kein Kopfschild "BEB" mehr (Foto und Copyright W.Liechti).
 


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